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2018-11-01 Verbale Entwicklungsdyspraxie: Therapie nach McGinnis

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Die Assoziationsmethode nach McGinnis zur Behandlung verbaler Entwicklungsdyspraxien

Termin:     Fr/Sa 16./17.11.2018



Zeit:
Fr 14:00 - 19:00 Uhr
Sa  9:00 - 17:00 Uhr

Dauer:
15 Unterrichtseinheiten = 15 Fortbildungspunkte

Gebühr:
240,- €

Dozentin:
Ilse Wagner Dozenteninfo >

Kinder mit schweren Formen der verbalen Entwicklungsdyspraxie sind nicht in der Lage, über das Nachsprechen ihre Umgebungssprache zu erlernen.
Im Alter von drei Jahren äußern sie sich durch Gesten, einzelne Lauten oder mit wenigen Worten. Manche Kinder sprechen zwar mehr, aber ihre "Wortruinen" sind so entstellt, dass sie ohne Hintergrundwissen nicht zu verstehen sind. Das Missverhältnis von nahezu altersentsprechender Gesamtentwicklung und hochgradig verzögerter sprachproduktiver Entwicklung führt bei vielen Kindern zu Fehlentwicklungen der Emotionalität und des Sozialverhaltens. Häufig zeigen sie  ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten bei sprachlichen Anforderungen und eine sehr niedrige Frustrationstoleranz.

Klassische Methoden zur Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen sind nicht geeignet, diesen Kindern verbale Kommunikation und ein ausreichendes Sprachverständnis und  zu vermitteln. Seit Jahrzehnten erfolgreich in den USA angewandt, aber im deutschsprachigen Raum wenig bekannt, ist die Assoziationsmethode von Mildred McGinnis, die sich bei der Behandlung folgender Störungen bewährt hat:

  • verbale Entwicklungsdyspraxien bzw. kindliche Sprechapraxien
  • schwere Formen der Sprachentwicklungsstörung
  • Sprach-/Sprechstörungen bei Autismus
  • Sprach-/Sprechstörungen bei Cerebralparesen
  • hochgradige Störungen der Sprache/des Sprechens in Kombination mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndromen (mit und ohne Hyperaktivität), Dyslexie, mentaler Retardierung, Lernstörung und sozialer Interaktionsstörung.

Die Assoziationsmethode nach McGinnis ist speziell auf die Sequenzierungsprobleme der Kinder ausgerichtet. Das Behandlungsprinzip besteht in der Verknüpfung von Schrift und Aussprache. Schriftzeichen sind die visuellen Stimuli zur Auslösung der Sprechbewegungsabläufe und unterstützen die Speicherung von Lautsequenzen. Im Unterschied zu anderen Methoden werden hier ausschließlich und möglichst früh sinnvolle Wörter erarbeitet. Erfolgserlebnisse durch die praktische Anwendbarkeit steigern und erhalten so die Motivation.

Die TeilnehmerInnen lernen in diesem Seminar die Assoziationsmethode in ihren Grundsätzen kennen. Aufbau und Lernschritte werden erarbeitet und die Durchführung anhand von Falldarstellungen und Videoaufnahmen demonstriert.

Henning: OPA nah

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