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2011-09-01 Funktionale Stimmbildung in der Stimmtherapie
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Funktionale Stimmbildung in der Stimmtherapie
Termin: Fr./Sa. 09./10.09.2011
Zeit:
Fr. 14 - 18.30 Uhr
Sa. 9.30 - 17.00 Uhr
Dauer:
14 Unterrichtseinheiten = 14 Fortbildungspunkte
Gebühr:
215,- €
Dozent:
Mathias Knuth Dozenteninfo >
Die Funktionale Stimmbildung (nach Michael Heptner) beschäftigt sich mit Körperspannungen (Spannungsketten) und Reflexbögen beim Sprechen und Singen. Die in der Stimmbildung üblicherweise eingesetzten Singübungen (Vokalisen) werden dem Wissen und den Vorstellungen der Funktionalen Stimmbildung entsprechend gestaltet und durch spezielle Vorstellungen, Körperbewegungen und Atemübungen ergänzt. Die Stimmfunktion wird so verbessert, d. h. leistungsfähiger und tragfähiger, der Stimmumfang erweitert sich, die Tonerzeugung wird als müheloser und angenehmer wahrgenommen. Das Seminar bietet Hilfestellungen für die Therapie der Sprech- und Singstimme. Die TeilnehmerInnen erhalten Anregungen, Gesangsübungen zur Verbesserung der Sprechstimme einzusetzen und lernen funktionale Störungen der Singstimme zu erkennen und zu behandeln.
Im theoretischen Teil werden folgende Inhalte vermittelt:
- Wiederholung der anatomischen und physiologischen Grundlagen von Ansatzrohr und Kehlkopf
- Die Bedeutung des äußeren Sphinkters (unterer Constrictor und c.t.)
- Das Zusammenspiel des antagonistischen Systems von c.t und vocalis und anderer innerer Kehlkopfmuskeln (Passagio, Registermischung)
- Spannungsketten und Streck- bzw. Beugeschlinge
- Unterdruck- und Überdrucksystem; Doppelventilfunktion des Kehlkopfes
- Gestaltung von Gesangsübungen
Der praktische Teil beinhaltet die Arbeit an der eigenen Singstimme und den Transfer des verbesserten Phonationskonzeptes in die Sprechstimme (einzeln oder in der Gruppe). Wichtiger Bestandteil der praktischen Arbeit ist das Hörtraining. Die TeilnehmerInnen versuchen akustische Phänomene zu beschreiben und mit dem erworbenen Wissen zu erklären.
Der nächste Schritt ist das Übertragen der so erreichten Veränderungen der Stimmfunktion auch auf die Sprechstimme oder das Singen leichter Lieder (Transfer).
Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse der menschlichen Anatomie der Stimm- und Atmungsorgane, die Bereitschaft, an der eigenen Stimme zu arbeiten und die theoretisch erarbeiteten Inhalte mit der eigenen Stimme zu erproben. Musikalische Kenntnisse sind nicht notwendig.
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