Übersicht: Seminare»
2012-01-02 Psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten
Termin: Fr/Sa 20./21. Januar 2012 Es gibt nur noch wenige freie Plätze.
Zeit:
Fr 14.00 - 18.30 Uhr
Sa 9:00 - 17:00 Uhr
Dauer:
14 Unterrichtseinheiten = 14 Fortbildungspunkte
Gebühr:
215,- €
Dozent:
Thomas Dreisörner Dozenteninfo >
Etwa 15% der Kinder im Vorschulalter und 20% der Kinder im Grundschulalter weisen psychische Störungen auf. Über 2 Millionen Kinder in Deutschland sind betroffen. Besonders hoch ist der Anteil psychischer Störungen bei Kindern, die an Entwicklungseinschränkungen wie z.B. Sprachstörungen leiden.
Häufig machen die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und die schwierige psychische Verfassung der Eltern sowie deren familiärer Lebenskontext die therapeutische Arbeit extrem schwierig und lassen uns an unserem Behandlungsauftrag, eigenen beruflichen Kompetenzen und Erfolgen in der Therapie zweifeln. Letztlich sind es gerade diese Kinder für deren Behandlung wir nicht ausreichend gut vorbereitet und ausgebildet sind und deren „Fallgeschichte“ uns auch im Privaten noch beschäftigt und enorm viel Kraft und Nerven kostet.
Das angebotene Seminar will diese Lücke in unserer Ausbildung schließen und Therapeuten durch die Vermittlung von alltagsrelevantem Störungswissen aus dem kinder- und jugendpsychiatrischen Setting (Theorie und vor allem Praxis) einen besseren Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen sowie deren meist komplizierten Eltern ermöglichen. So kann zum einen effektiver mit den Kindern und Jugendlichen gearbeitet werden und zum anderen können wir die entscheidende Rolle als „Türöffner“ und „Wegbereiter“ für die oft dringend notwendigen Hilfen im gesamten Helfernetzwerk (z.B. Kinderarzt, Psychologe, Sozialarbeiter im Jugendamt) wesentlich kompetenter einnehmen.
- Vermittlung von praxisnahem Grundwissen zu den häufigsten Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter (z.B. ADHS, Störung des Sozialverhaltens, Angst und Depression)
- Anleitung zum störungsgerechten Umgang mit den Kindern und Jugendlichen in der Therapie
- Anleitung zum kompetenten Umgang mit den Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen, damit diese überhaupt zu einer Störungseinsicht gelangen können und bereit sind, weitere Hilfen anzunehmen
- Kompetenzerweiterung und berufliche Selbstbewusstseinsstärkung zum Erkennen der Grenzen des therapeutischen Handelns und zum effektiven Einleiten weiterer Hilfen im Netzwerk des Gesundheitssystems.